October 12th, 2026

Art, Science, and Technology in Latin America Today

Wo Kunst, Wissenschaft und Technologie aufeinandertreffen, entstehen (neue) Formen des Denkens und der künstlerischen Praxis. Das Buch “ARTEÔNICA: Art, Science, and Technology in Latin America Today” richtet den Blick auf diese Schnittstelle in Lateinamerika und verbindet ihre historische Entwicklung mit aktuellen Debatten über Partizipation, gesellschaftliches Engagement, indigenes Wissen, lebende und autonome Systeme, Erinnerung und globale Netzwerke der Solidarität.

Zwei Jahre nach Erscheinen ist es nun mit dem 2026 ALAA-Thoma Foundation Exhibition Catalogue Award ausgezeichnet worden. Der Preis wird von der Association for Latin American Art (ALAA) vergeben; die Auszeichnung würdigt den von Gabriela Urtiaga herausgegebenen Ausstellungskatalog.

Der 2024 erschienene, zweisprachige Katalog (Englisch/Spanisch) begleitet die gleichnamige Ausstellung am Museum of Latin American Art (MOLAA) in Long Beach, Kalifornien. Auf 248 reich illustrierten Seiten untersucht er die Verbindungen von Kunst, Wissenschaft und Technologie in Lateinamerika von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt steht der Dialog zwischen Pionier der elektronischen und technologischen Kunst und jüngeren künstlerischen Positionen.

Herausgegeben von Gabriela Urtiaga, Chief Curator des MOLAA, versammelt der Band Beiträge von José-Carlos Mariátegui, Rodrigo Alonso, Claudia Giannetti, Patrick Frank, Tania Aedo Arankowsky und David Maulén de los Reyes. Die beteiligten Künstler kommen aus Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko und Peru und umfassen unter anderem Marcela Armas, Dora Bartilotti, Martha Boto, Teresa Burga, Tania Candiani, Rejane Cantoni, Analivia Cordeiro, Waldemar Cordeiro, Patricia Domínguez, Juan Downey, Marta Minujín, Lucía Monge, Mariano Sardón und Pola Weiss.

Die Ausstellung ARTEÔNICA, die vom 22. September 2024 bis zum 23. Februar 2025 im MOLAA zu sehen war, entstand im Rahmen von Getty PST ART: Art & Science Collide. Ausgehend von Waldemar Cordeiro und der von ihm 1971 geprägten Idee der „arteônica“ zeichnete sie die Entwicklung lateinamerikanischer Kunst an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie über mehr als sechs Jahrzehnte nach.

Die Auszeichnung macht den Katalog nun auch unabhängig von der Ausstellung zu einer wichtigen Publikation zur Geschichte und Gegenwart lateinamerikanischer Kunst an der Schnittstelle von Technologie, Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis.

References