November 4th, 2026
Gestaltung für das 21. Jahrhundert
Gestaltung prägt, wie Menschen ihre Umwelt wahrnehmen, welche Identitäten sichtbar werden und wie Gemeinschaft entsteht. Dabei bewegt sie sich im Spannungsfeld zwischen individuellem Ausdruck und gesellschaftlichen Erwartungen. Doch wie beeinflussen Design, Kunst und Medien unser Zusammenleben? Und wie können sie unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und neue Formen der Zugehörigkeit ermöglichen? Damit beschäftigt sich das Kurt-Schwitters-Symposium 2026, das am 5. und 6. November unter dem Motto „Wie gestalten wir das 21. Jahrhundert?“ an der Hochschule Hannover stattfindet.
Am Donnerstag, 5. November, eröffnen Katrin Brümmer und Martin Scholz die Veranstaltung. Den Auftakt bildet „The Pavilion of Transient Belonging/s“ von Jaspar Joseph-Lester, Josie Kane, Ben Judd, Antonia Low und Friedrich Weltzien. Es folgen Bettina Meyer mit „Macht Raum“, Diana Weis mit „Gesichter für den Algorithmus – Beauty-Kultur, Normierung und Normalisierung in den sozialen Medien“ sowie Sarah Lüdemann, bekannt als Beauham, mit „Körperung. Der Körper als Prozess in der polymorphen modularen Skulptur“. Anschließend spricht Anna Unterstab über „Schwesterlichkeit und Komplizinnenschaft: Design für Gemeinschaft“. Espen Wehmann beleuchtet mit „Queerfreundliche Vorstellungswelten – Potential und Grenzen widerständiger Vorstellungen in verbreiteten Games“ queere Perspektiven in digitalen Spielwelten. Susanne König-Beller widmet sich in „‚Jeder anders?’ – Die Gestaltung von Werbung zwischen Individuum und Zielgruppe“ gesellschaftlichen Bildern in der Werbung. Den Abschluss des inhaltlichen Programms bildet Martin Scholz mit „Filme bilden Gemeinschaft!?“. Eine von Katrin Brümmer moderierte Gesprächsrunde beendet den ersten Veranstaltungstag um 17 Uhr.
Am Freitag, 6. November, wird das Symposium fortgesetzt. Als Namensgeber steht Kurt Schwitters (1887–1948), ein bedeutender Vertreter der künstlerischen Avantgarde, für eine experimentelle Kunst, die traditionelle Grenzen zwischen Kunst und Alltag infrage stellte. An diese Offenheit knüpft die Veranstaltung an: Die von der Fakultät III der Hochschule Hannover ausgerichtete Reihe bringt wissenschaftliche Reflexion, künstlerische Positionen und gestalterische Praxis zusammen.