September 21st, 2026
Constructive Futures
Die Baubranche steht vor einem grundlegenden Wandel. Klimakrise, Ressourcenknappheit und die Notwendigkeit einer post-fossilen Gesellschaft stellen vermeintlich bewährte Bauweisen zunehmend infrage. Was passiert, wenn wir unsere Komfortzonen verlassen? Wenn wir nicht einfach weiterbauen wie bisher, sondern grundsätzlich neu darüber nachdenken, woraus, wie und für wen wir bauen?
Mit dem Symposium «Constructive Futures – Beyond Concrete» eröffnete das Institut Architektur der FHNW das Studienjahr 2021/22 und gleichzeitig eine längerfristige Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir in Zukunft planen und bauen werden.
Im Zentrum steht dabei eine konstruktiv motivierte Entwurfskultur, die nach zukunftsfähigen Lösungen sucht und den unreflektierten Griff zu vermeintlich bewährten Bauweisen hinterfragt.
Beton hat die moderne Architektur und Stadtentwicklung geprägt wie kaum ein anderer Baustoff. Doch die ökologische Bilanz des Bauens zwingt zu einem Perspektivwechsel. «Beyond Concrete» fragt deshalb nicht nur nach alternativen Materialien. Es geht um einen umfassenderen Wandel: um Ressourcen, Wiederverwendung, Bestand, Kreisläufe und neue Formen des Konstruierens.
Gemeinsam mit Gästen aus Architektur, Planung und Forschung wird diskutiert, wo die Bau- und Planungsbranche heute steht – und warum ein grundlegender Wandel notwendig ist. Das Symposium gliedert sich dabei in drei Teile.
I. Die post-fossile Gesellschaft
Zum Auftakt geht es um die grundlegenden Herausforderungen des Bauens in einer Gesellschaft, die sich von fossilen Abhängigkeiten lösen muss.
Axel Schubert, Basel
«concrete futures – beyond construction»
Kim Förster, Manchester
Die beiden Beiträge eröffnen die Diskussion über die Frage, welche Konsequenzen der notwendige gesellschaftliche und ökologische Wandel für Architektur und Planung hat.
II. Wiederverwenden statt Wegwerfen
Der zweite Teil richtet den Blick auf das enorme Potenzial, das bereits vorhandene Gebäude und Bauteile bieten.
Kerstin Müller, Zirkular, Basel
Renaud Haerlingen, Rotor, Brüssel
Im Mittelpunkt steht die Wiederverwendung: Wie können bestehende Strukturen erhalten, Bauteile weitergenutzt und Ressourcen im Kreislauf gehalten werden?
Damit verschiebt sich die Perspektive vom Neubau hin zum Weiterbauen, Umbauen und Wiederverwenden.
III. Constructive Futures
Im dritten und letzten Teil werden konkrete Projekte vorgestellt, die zeigen, wie eine solche Zukunft aussehen könnte.
Laurens Bekemans, BC, Brüssel
Xavier Ros Majo, Harquitectes, Barcelona
Anupama Kundoo, Berlin
Ihre Projekte stehen exemplarisch für mögliche «constructive futures» und geben dem Symposium zum Abschluss einen positiven Blick nach vorn.
Constructive Futures – Beyond Concrete
Symposium, Mittwoch, 22.09.2021
FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik
Institut Architektur, Hofackerstrasse 30, CH-4132 Muttenz